Ich meine auch, die Lösung entdeckt zu haben. Diese Männchen, die mit Vorliebe mit ihren Schlägern (die nicht die Billigsten sein müssen) in der Grütze jenseits des Spielpfades rumstokeln, suchen ... BÄLLE. Völlig klar, dass bei dieser Nebenbeschäftigung auf dem Golfplatz die Damenwelt meist aussen vor bleibt. Der Jagdtrieb, schon seit der Steinzeit beim männlichen Geschlecht stark ausgeprägt, treibt diese Spezies der Grützenballsucher an. Weiteres Erkennungsmerkmal dieser Forscher nach verlorenen Bälle ist die Ballangel - die, weil sie zu lang ist, richtig ins Bag zu passen, sicher so manchem Nicht-Brillenträger schon das Augenlicht raubte. Der geübte Grützenballsucher findet seine Beute aber scheinbar auch ohne richtig sehen zu können - sie haben es im Urin, wo die Fundstücke liegen. Nachteil an der Sache: Die eigenen im Rough versenkten Bälle finden sie nie. Aber egal, wenn sich doch die Tasche zunehmends mit angerotteten Billigmodellen vom Grabbeltisch füllt.
Hatte ich eigentlich schon mal erwähnt, dass ich nie und never mit Fundbällen spiele? Das geht sogar soweit, dass ein mich auf einen HighEnd-Ball (TopFlite, gelb) hinweisender Grützenballfinder zum Glück nicht merkt, dass ich zwar das Objekt eigentlich seiner Begierde aufhebe, mitnehme - aber bei nächster Gelegenheit unbemerkt wieder in irgendeinen Busch werfe.
Denn merke: Ein Grützenball war ja schon mal in der Pampa verschwunden. Daran kann also nur die Seuche haften - so etwas will ich aber nicht.
(PS:: Letztens las ich irgendwo, dass auf dem Golfplatz verlustierte Bälle automatisch in den Besitz den Golfplatzbetreibers übergehen - und somit das Mitnehmen Diebstahl wäre. Wollt ihr alle in den Knast, ihr Grützenballsucher? Ich besuche euch dort nicht!)
Eingetragen von amgolfer um 12:51:13. Abgelegt unter: short stories
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