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Samstag, Dezember 20, 2008

Offensichtlich und unübersehbar war in den letzten Jahren der Trend, sich sog. "Rescue"- oder auch "Utility"-Schläger ins Bag zu stecken. Damit sollte, zumindest suggerierten es die Schlägerhersteller so, fast jede noch so ausweglose Ballsituation auf dem Platz nur ein Grinsen hervorrufen. Dank des neuen Alleskönners in der Tasche, der lange Eisen ersetzen und das Spiel sehr vereinfachen soll, ist zukünftig toppen, in den Boden schlagen oder planloses Weiterspiel Vergangenheit. Ich hatte im Frühjahr beschlossen, mein eingestaubtes Eisen 4 aus dem Bag zu verbannen, um es im Pseudo-Büro sauber als Dekoobjekt zu drappieren. Benutzt hatte ich es, mangels Vertrauen bei Fairwayschlägen, im Grunde nie. Ersatz war eben einfach mein geliebtes Taylor Made V-Steel Fairwayholz 7, was jedoch von manchen als Schwuchtelholz bei Männern verschrieen ist. Egal. Einen Rescue-Schläger wollte ich nicht, nur weil es jeder hat oder meint, haben zu müssen.

Eines finsteren Tages las ich einmal wieder auf Golfgaga - Notizen von Eugen Pletsch die amüsante Reihe, in der Eugen seinen (zu) dornenreichen Weg in die Einstelligkeit seines Handicaps schilderte. Tipps und Hilfen erbat er als Kommentare. Da Eugen wohl Furz und Feuerstein kennt, fand er auch einige Sponsoren, die Preise für die mehr oder weniger hilfreichen Anmerkungen auslobten. Nach vorläufigem Ende der Serie fand die Verlosung unter den Kommentierenden statt und ich sah mich plötzlich mit einem neuen Rescue in der Hand. Der Sponsor war Michael Renz, seines Zeichens Besitzer von Golfversand.ag. Als Deutschlandvertretung des aufstrebenden, nordirischen Herstellers //// MD Golf schickte er mir nach Rücksprache nun eines dieser neuen Wunderwaffen. Ich wählte die Version mit #2 (18° Loft), um eben ein langes Eisen in anderer Aggregatform im Bag zu haben.

Superstrong EQL Rescue

.: click 2 enlarge :. (C) Foto: golfversand.ag


MD Golf sagt von sich selbst, das mittelpreisige Segment bedienen zu wollen. Der Neupreis lag bei ca. 120.- EUR. Dazu gehörte ein guter Graphitschaft von UST (Proforce 65 Active Tip - leichter Kickeffekt) mit einer sich spassig und interessant anfühlenden Oberfläche in recht schriller Farbe. Neben einem Griff bekannter Marke (Golf Pride New Decade) und einer leicht verspielt wirkenden Schlägerhaube ist der Preis doch sehr passig.

Praxistest im November 2008 im Djerba GC: Der mir schon seit Jahren bekannte, mich immer herzlich vollquatschende, Head Pro guckte sich das MD Golf Modell "Superstrong EQL MKII Rescue" interessiert an - kannte es natürlich nicht. Nach Aufforderung, mal 10 Bälle damit zu schlagen, meinte er: "Très bien!" Warum? Trotzdem ich vorher noch nicht einen Ball damit geschlagen hatte, waren 9 der 10 Bälle mit meiner typischen Draw-Flugbahn im Radius von 5 Metern etwas hinter der 150 m-Marke der Range zum Liegen gekommen. Besonders positiv fiel mir auf, dass beim halbwegs mittigen Treffen des Balles viel Zug entwickelt wird und aufgrund des guten Feedbacks sogleich fühlbar war, wie gut der Ball getroffen wurde. Scheinbar fehlte mir dieser Schläger wohl vorher doch als neue No. 14 im Bag. Die alte No. 14 (Eisen 4) wärmt sich jetzt in der Ecke und harrt der Dinge, die da nicht mehr auf sie zukommen .... Danke Eugen, Danke Herr Renz. Mal sehen, wie sich der Superstrong EQL in der 2009er Saison so macht. Ach, wer ihn kaufen will, sollte das jetzt tun. Für aktuell nur 69.- EUR ist es nun wohl doch ein Billigmodell - was sich aber ausdrücklich nur auf den Preis bezieht! (2008er Auslaufmodell)

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